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 KOD-Kritik nach Festival „Kommse Ücken?!“Einsatz sorgt für Unmut und Debatte über Kulturförderung in Gelsenkirchen

Gelsenkirchen-Ückendorf, 15. September 2026 | ueckendorf-aktuell.de Willi Müller

Foto:R.Müller

Das Straßen- und Quartiersfestival „Kommse Ücken?!“ zog am Wochenende erneut zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Bochumer Straße nach Gelsenkirchen-Ückendorf. Was als feierlicher Höhepunkte der lokalen Szene geplant war und viel Zulauf erhielt, wird im Nachgang von einer Diskussion über Ordnungsamtseinsätze und die Rahmenbedingungen für die örtliche Kulturlandschaft überschattet.

Zwischen Begeisterung und verfrühtem Ende

In den sozialen Medien äußerten sich Besucher sowie Akteure aus dem Stadtteil zwiegespalten über den Verlauf der Veranstaltung. Einerseits wird das Engagement der Initiatoren von „Kommse Ücken?!“, der beteiligten Gastronomen und der Künstlerszene gelobt. Das Event habe erneut bewiesen, wie groß der Wunsch nach gemeinschaftsstiftenden Kulturangeboten auf der Bochumer Straße ist und wie positiv diese von den Menschen angenommen werden.

Auf der anderen Seite sorgt das Vorgehen des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) für deutliche Kritik. Nach Angaben von Augenzeugen und Anwohnern griffen die Einsatzkräfte am Samstagabend ab 22:00 Uhr wegen Ruhestörung ein und unterbanden das Weiterspielen von Musik. In der Folge leerte sich die sonst belebte Festmeile nach Mitternacht schlagartig.

Kritik an der städtischen Praxis

Scharfe Kritik kommt unter anderem aus den Reihen der Bürgerinnen und Bürger, die den Widerspruch zwischen städtischer Kulturförderung und restriktiver Ordnungspolitik anprangern: Wenn gezielt Fördergelder fließen, um Ückendorf als Kreativ- und Szenequartier zu etablieren, sei ein striktes Einschreiten der Ordnungsbehörden zur Prime-Time kontraproduktiv. Auswärtige Gäste – etwa aus Nachbarstädten wie Marl – hätten sich verwundert darüber gezeigt, dass ein Großevent in Gelsenkirchen trotz hoher Resonanz nicht zeitlich flexibler und verständnisvoller begleitet werden könne.

Die Rolle des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD)

Von Seiten der Stadtverwaltung und des KOD wird bei Ausräumung der Vorwürfe auf den geltenden Rechtsrahmen verwiesen. Die Aufgaben des KOD bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum umfassen standardmäßig:

  • Einhaltung des Lärmschutzes: Ab 22:00 Uhr gelten gesetzliche Nachtruhebestimmungen zum Schutz der Anwohnerschaft, deren Durchsetzung zu den Kernaufgaben des KOD gehört.
  • Sicherheit und Ordnung: Die Überwachung von Jugendschutzbestimmungen, Schanklizenzen sowie das Freihalten von Rettungswegen stehen bei Großveranstaltungen im Vordergrund.

Wunsch nach Kompromissen für die Zukunft

Trotz des abrupten Endes in den späten Abendstunden ziehen viele Teilnehmende ein positives Fazit zur Grundidee des Festivals. Gefordert wird nun ein Dialog zwischen Stadtverwaltung, KOD und den Veranstaltern von „Kommse Ücken?!“, um für zukünftige Ausgaben Sondergenehmigungen oder tragfähige Lärmschutzkompromisse zu finden. Ziel sei es, die Kultur auf der Bochumer Straße nachhaltig zu stärken, ohne die Belange des Anwohnerschutzes aus den Augen zu verlieren.

HINWEIS:

Am 22. Oktober 2026 begrüßen wir ab 18:00 Uhr den Stadtrat Simon Nowack, den Leiter des Vorstandsbereichs für Sicherheit und Ordnung, Bürgerservice, Feuerwehr, Hochbau, Bauverwaltung und Gelsendienste persönlich, zum Dialog über „Können unsere Kinder noch sicher zur Schule gehen? Kinder-und Jugendkriminalität in Ückendorf“ im Bistro Rosamunde (Bochumer Str. 117). Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich, bitte nur eine Person per Anmeldung. Dazu klicken sie bitte auf folgenden Link https://www.ueckendorf-aktuell.de/der-heisse-stuhl/ oder scannen den QR-Code.

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2 Kommentare

  1. Also um 1 Uhr war es noch voll und laut.
    Die meisten Anwese waren nicht aus Ückendorf, oft auch nicht aus GESie kommen nur zum Feiern, n didn’t zum hochtrabenden „Kreativ-Quartier“. Party wild wäre treffender.
    Den Großteil der Einwohner geht das ganze Getue um das Quartier auf den Keks. Das ist nicht Ückendorf, nicht einmal die Bochumer Straße, nur ein kleiner Teil.
    Begrüßen sweet finde ich den endlich konsequenteren Einsatz der städtischen Kräfte im Stadtteil.
    Würde man dafür Millionen über Jahre einsetzen würde die Lebensqualität hier steigen.
    Und über ein paar qm einen Workshop von einer Woche zu veranstalten ist Geldverschwendung.
    Wir Ückendorfer kriegen dieses Quartier ohne Einspruchsmöglichkeit vor den Latz geknallt.
    Wesel her der neuen Läden ist Existenz fähig?
    Öffnung nur Samstagnachmittag…
    Aber Jahre Baustellen und Einschränkungen für alle, nur für ein paar Zugezogene die sich günstig verwirklichen wollen.
    Mal wieder an der Bevölkerung vorbei.
    Gut zu sehen bei doch sehr spärlich besuchten „Nabatach“. von 4 Stunden. Da war früher beim kleinsten Pfarrfest mehr los.
    Und warum sind hier im Kalender die Zeiten nicht in üblicher deutscher Art angegeben. Ältere Mitbürger unerwünscht, sieht man auch beim Programm des Quartiers. Von Heimatbund Mal abgesehen.
    So ersma genug gemotzt, Ückendorf ist mals dies Prestige Dings, Erneuerung ja, aber für und mit den Bewohnern.

  2. Hallo
    Wer schreibt denn sowas ,daß es ein abruptes Ende gab.
    Um 03.oo h wurde es langsam besser. Mehrfache Anrufe
    zum Ordnungsdienst wie auch Polizei blieben ohne Wirkung. Die sogenannte “ gute Adresse“ hat ihr wahres Gesicht gezeigt ,was stört mich die Polizei und das Ordnungsamt ? Macht doch das Event in einer Einfamiliensiedlung oder bei Euch vor der Tür. Hier wird alles nur von oben Diktiert.

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