Foto: ueckendorf-aktuell.de Willi Müller
Rückblick auf die Aktion „Lyrische Baustelle“
Gelsenkirchen-Ückendorf, 28. November 2025 | lt. Stadt Gelsenkirchen

Eines der größten Bauprojekte im Gelsenkirchener Süden – der Umbau der Bochumer Straße zwischen Junkerweg und Virchowstraße – läuft seit dem Frühjahr 2025 auf Hochtouren. Damit die Bauzeit für Anwohnerinnen, Anwohner und Passantinnen und Passanten nicht nur Lärm und Umleitungen bedeutet, begleitet ein vielfältiges Kulturprogramm den Umbau.
Eine dieser Aktionen war die „Lyrische Baustelle“, die in den vergangenen Wochen mit drei außergewöhnlichen Lesungen zum Innehalten und Zuhören einlud.
Zwischen September und November 2025 erkundeten Schreibende aus dem Ruhrgebiet gemeinsam mit dem Musiker und Buchhändler Lukas Hermann (readymade) die Baustelle auf poetische Weise. Texte und Klänge verbanden sich dabei zu einem besonderen künstlerischen Dialog zwischen Stadt, Mensch und Veränderung.
Den Auftakt bildete am 21. September eine Outdoor-Performance von André Wülfing, der vor dem Wissenschaftspark Gedichte rund um das Großstadtleben präsentierte. Am 2. November folgte eine Lesung mit der Bochumer Autorin Julienne De Muirier, die in ihrer Erzählung Nachtfahrt Themen wie schwarze und weibliche Identität eindrucksvoll verarbeitete. Den Abschluss machte am 16. November der Gelsenkirchener Dramatiker Akın Emanuel Şipal, der im irgendDorf aus seinem im Oktober uraufgeführten Stück Der Zauberer von Öz. Opus Özil las.
Begleitet wurden alle drei Veranstaltungen von Lukas Hermann, der mit modularen Synthesizern abstrakte Klanglandschaften schuf und damit die Texte atmosphärisch ergänzte. Die Verbindung von Lyrik und Sound zog zahlreiche Interessierte an: Sowohl im öffentlichen Raum als auch in Innenräumen blieben Passantinnen und Passanten spontan stehen, lauschten und kamen über Kunst, Identität und Stadtentwicklung ins Gespräch.
Die Aktion „Lyrische Baustelle“ wurde vom Stadtteilbüro Bochumer Straße im Rahmen des Stadterneuerungsprozesses Bochumer Straße organisiert und durch Städtebaufördermittel des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Gelsenkirchen finanziert.

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