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ausverkaufter Premiere in der Heilig-Kreuz-Kirche
Gelsenkirchen-Ückendorf, 28. Februar 2026 | ueckendorf-aktuell.de Willi Müller

„Der Jupp muss wech“ – Eine schrille Komödie über Liebe, Wandel und Wahnsinn im Ruhrgebiet.
Die Premiere fand am 27. Februar 2026 in der Heilig-Kreuz-Kirche, in Gelsenkirchen-Ückendorf, die bis auf den letzten Platz ausverkauft war, statt.
Mit der skurrilen Ruhrgebietskomödie „Der Jupp muss wech“ bringt das Ensemble „DIE BEKLOPPTEN“ eine turbulente und zugleich tiefsinnige Theaterproduktion auf die Bühne. Zwischen Kohlenstaub, Taubenzucht und Zukunftsvisionen prallen fünf Paare aus drei Generationen aufeinander – mitten im alten Bergbaumilieu der legendären „Kolonie Emscherland“.
Vordergründig erzählt das Stück vom alltäglichen Chaos zwischen alten und jungen Liebenden: Es wird gestritten, betrogen, intrigiert – und natürlich am Ende wieder versöhnt. Doch hinter der Fassade der Komödie steckt mehr: „Der Jupp muss wech“ ist ein Stück über Identität, Wandel und die Frage, wie viel Tradition man aufgeben darf, um sich selbst neu zu erfinden.
Im Zentrum steht Martha Kowalski, die nach fünfzig Ehejahren die Nase voll hat – von bierseliger Bergmannsromantik, Seilscheibenputzen und Taubenzucht. Ihr Mann, der sture Jupp, soll weichen. Martha will sich neu erfinden – als „postpostmoderne Frau“ zwischen Selbstbestimmung und Ruhrpott-Charme. Doch ihr Befreiungsversuch wird durchkreuzt von einem grotesk-komischen Figurenensemble:
Der dubiose Clanchef Roy träumt von einem Hightech-Paradies namens „Quartier 33.0“, während der melancholische Hans Wurst, ein ausrangierter Stahlarbeiter, zwischen Zynismus und Sentimentalität taumelt.
Mit bekannten Musikstücken aus Schlager, Film und Theater, überschäumendem Nonsense und grotesker Situationskomik entwickelt sich ein rasantes Verwechslungsspiel – irgendwo zwischen Liebe, Mord und Selbstfindung. Die Produktion ist eine satirische Hommage an die „Ruhries“, jene „homo emscherikus“, die zwischen Vergangenheit und Zukunft um ihre Identität ringen.
Je länger der Abend dauert, desto verrückter wird’s – und wer Sinn und Humor für das Bizarr-Groteske mitbringt, darf sich auf einen hemmungslos unterhaltsamen Theaterabend freuen.
Das Stück wurde 2023 von Wolfram Lenssen als Commedia della Ruhr konzipiert und für die Wiederaufnahme 2024/2026 von Thos Renneberg überarbeitet. Veranstalter sind Herbert Knorr und Thos Renneberg.
Premiere war in der Heilig –Kreuz – Kirche am Freitag, 27. Februar 2026. Eine weitere Aufführung folgt am Freitag, 24. April 2026, um 19 Uhr ebenfalls in der Heilig –Kreuz – Kirche.

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