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Zeche Alma – Gelsenkirchen Ückendorf

Die Zeche Alma war ein Steinkohle-Bergwerk an der Almastraße in Gelsenkirchen- Ückendorf. 1855 wurde die Gewerkschaft Neu-Uerdingen gegründet; die Namensgebung „Alma“ leitet sich vermutlich von der Schlacht an der Alma (1854, Krimkrieg) ab. Schacht 1 ging 1872 in Betrieb und erhielt einen markanten Malakowturm als Förderturm. 1873 erfolgte die Umbenennung in „Gewerkschaft Alma“. 1878 übernahm die Gelsenkirchener Bergwerks-AG beide Zechen und betrieb sie als „Vereinigte Rheinelbe & Alma“. Bis Ende der 1970er Jahre blieb Schacht 5 zur Wasserhaltung in Betrieb. Nach Stilllegung der Schächte 1/2 entstand 1927/28 die Zentralkokerei Alma – entworfen von Fritz Schupp und Martin Kremmer im Backsteinexpressionismus – die bis 1963 täglich bis zu 2.100 Tonnen Koks produzierte. Ihr denkmalgeschütztes Verwaltungsgebäude (Almastraße 81/87) ist heute das letzte erhaltene Zeugnis. Auf dem Gelände befindet sich heute Europas größter Indoor-Freizeitpark: der Alma Park. Die Almastraße und einige Zechenhäuser erinnern noch an das einstige Bergwerk. Adresse: Almastraße 39/81–87, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf

Die Kokerei Alma

Die Kokerei Alma war ein bedeutendes Industriedenkmal im Ruhrgebiet und ein Symbol für die Bergbaugeschichte der Region. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und diente der Verkokung von Steinkohle, einem wichtigen Prozess für die Stahlproduktion. Nach ihrer Stilllegung in den 1980er-Jahren blieb ein Teil der Anlage erhalten und wurde unter Denkmalschutz gestellt. Heute erinnert die Kokerei an die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens und ist ein eindrucksvolles Beispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet – vom Zentrum der Schwerindustrie hin zu Kultur, Geschichte und neuen Nutzungen.

Zeche Hollland

Die ehemalige Zeche Holland in Gelsenkirchen-Ückendorf ist ein bedeutendes Industriedenkmal und besonders für ihre zwei erhaltenen Malakowtürme bekannt – ein im Ruhrgebiet einzigartiges Ensemble. Zwischen den Türmen befindet sich das Maschinenhaus, wodurch die Anlage wie eine Burg wirkt. Der Bau begann 1856, die Förderung startete 1860. Gegründet von niederländischen Investoren als Aktiengesellschaft, entwickelte sich die Zeche zu einer großen Schachtanlage mit zahlreichen Verbindungen zu anderen Bergwerken. Nach über 100 Jahren wurde sie stillgelegt. Heute sind die restaurierten Gebäude zu Wohn- und Geschäftszwecken umgebaut und wurden 2009 für Denkmalpflege ausgezeichnet.

Zeche Rheinelbe – Gelsenkirchen Ückendorf

Die Zeche Rheinelbe war eines der bedeutendsten Steinkohle-Bergwerke in Gelsenkirchen-Ückendorf. Die ersten Mutungen erfolgten 1848; 1855 wurde mit dem Abteufen des Schachtes Meyer begonnen. Umfangreiche Wasserzuflüsse von bis zu 50 m³ behinderten die Arbeiten erheblich – erst 1861 konnte der Schacht die Förderung aufnehmen. Auf Initiative von Friedrich Grillo und Emil Kirdorf entstand 1877 die Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG); sie übernahm 1878 die Zechen Rheinelbe und Alma und betrieb sie fortan als „Vereinigte Rheinelbe & Alma“ – zeitweise die größte Zeche im Ruhrgebiet. 1928 wurde der Förderbetrieb auf Rheinelbe eingestellt. Heute erinnern der Skulpturenwald mit der berühmten Himmelstreppe, die zum Tagungshotel „Lichthof“ umgebaute Maschinenhalle sowie der Wissenschaftspark Gelsenkirchen an die Industriegeschichte des Geländes. Die ehemaligen Schachtöffnungen sind mit Schildern gekennzeichnet und stehen unter Denkmalschutz. Adresse: Virchowstraße / Rheinelbestraße, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf

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