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Parks und Grünflächen – Gelsenkirchen Ückendorf

Alter Friedhof Ückendorf – Gelsenkirchen

Der Alte Friedhof Ückendorf liegt als kleine Parkanlage an der Elsa-Brandström-Straße im Stadtteil Ückendorf. Er wurde 1892 angelegt und hatte für die Bevölkerung große Bedeutung: Erstmals mussten die Verstorbenen nicht mehr im fernen Wattenscheid beerdigt werden. Als Trauerhalle diente das Gebäude des heutigen Kulturzentrums Spunk am Festweg.

Angesichts der rasant wachsenden Bevölkerung durch den Bergbauboom wurde der Friedhof bald zu klein. Um 1900 entstand daher der neue „Südfriedhof“ an der Günnigfelder Straße. 1961 wandelte die Stadt den Alten Friedhof in eine Parkanlage um. Einzelne Grabsteine blieben noch lange im Buschwerk erhalten und erinnerten an die ursprüngliche Nutzung des Geländes.

Adresse: Elsa-Brandström-Straße, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf

Park am Wissenschaftspark – Gelsenkirchen Ückendorf

Der Park am Wissenschaftspark liegt unmittelbar neben dem markanten Glasgebäude des Wissenschaftsparks an der Munscheidstraße 14 in Gelsenkirchen-Ückendorf. Er entstand im Zuge der Errichtung des Wissenschaftsparks als Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscher-Park (IBA) und wurde 1995 gemeinsam mit dem Gebäude eröffnet.

Herzstück der rund 40.000 m² großen Anlage – davon 9.000 m² Wasserfläche – ist ein großzügiger See mit Fontäne, der sich entlang der gesamten 300 Meter langen Glasarkade des Wissenschaftsparks erstreckt. Gäste genießen Spazierwege, Rasenflächen und Sitzmöglichkeiten direkt am Wasser. Der Park hat sich schnell zu einem beliebten Naherholungsziel für Anwohner und Besucher entwickelt.

Von hier aus sind der Skulpturenwald und die Halde Rheinelbe bequem zu Fuß erreichbar. Der Park verbindet Architektur, Natur und Industriegeschichte auf eindrucksvolle Weise.

Adresse: Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen

Pestalozzihain – Gelsenkirchen Ückendorf

Der Pestalozzihain ist eine kleine, aber feine Grünanlage im Stadtteil Ückendorf, gelegen zwischen der Ückendorfer Straße, Flöz Sonnenschein, Ulmenstraße und Virchowstraße. Er befindet sich direkt zwischen den beiden Ückendorfer Stammkirchen – der katholischen St. Josef-Kirche und der evangelischen Nicolai-Kirche – und bildet so ein grünes Herzstück des Quartiers.

Der kleine Park ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Anwohner. Regelmäßig finden dort kostenlose Sport- und Spielangebote statt, organisiert vom Kinder- und Jugend-Kulturzentrum Spunk. Früher war der Pestalozzihain Austragungsort des beliebten Ückendorfer Weihnachtsmarkts. Auch bei Kulturfestivals wie der Szeniale dient er als Freiluft-Bühne für Konzerte und Veranstaltungen.

Rheinelbepark – Gelsenkirchen Ückendorf

Der Rheinelbepark liegt westlich der Leithetraße in Gelsenkirchen-Ückendorf und geht auf den Privatgarten der Villa von Bergbaumagnat Emil Kirdorf zurück. Die Gelsenkirchener Bergwerks-AG unterhielt den hoch umzäunten Park ausschließlich für ihre leitenden Angestellten – er war so groß, dass die Herrschaften darin sogar der Jagd nachgehen konnten.

1959 erwarb die Stadt Gelsenkirchen das Gelände und öffnete es für alle Bürger. Besonderes Merkmal ist der sehr alte Baumbestand: Zu finden sind beispielsweise rund 180 Jahre alte Buchen. Einst stand hier auch die berühmte „Sachsenwaldeiche“ – ein Geschenk Otto von Bismarcks an Emil Kirdorf aus dem Jahr 1896. Der Baum überlebte den Sturm Ela 2014 nicht und wurde 2015 gefällt.

Der Rheinelbepark schließt direkt an den Skulpturenwald und die Halde Rheinelbe an und gehört zur Route der Industrienatur im Ruhrgebiet.

Skulpturenwald Rheinelbe – Gelsenkirchen Ückendorf

Der Skulpturenwald Rheinelbe (Leithetraße / Zufahrt Virchowstraße, 45886 Gelsenkirchen) ist eines der beeindruckendsten Kunstprojekte des Ruhrgebiets. Seit Anfang der 1990er Jahre schuf der Recklinghäuser Künstler Herman Prigann auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Rheinelbe einen einzigartigen „Skulpturenwald“ – ein spannender Dreiklang aus Mensch, Natur und Technik.

Industrielle Abfallmaterialien wie Mauersтücke, Betonblöcke und Stahlteile wurden mit Naturmaterialien wie Eichenstämmen und Kies zu archaischen Landschafts-Skulpturen verbunden. Höhepunkt ist die weithin sichtbare „Himmelstreppe“ auf dem Gipfel der Halde: ein zehn Meter hoher Aufbau aus 35 Betonquadern einer ehemaligen Dortmunder Zeche. Weitere Kunstwerke sind die „Mondholz“-Skulptur, die „Große Treppe“ und die nachts blau leuchtende „Blaue Grotte“ im ehemaligen Sprengstoffbunker.

Im Rahmen der IBA Emscherpark erschlossen, ist der Skulpturenwald heute Teil der Route der Industriekultur und Landmarke des Ruhrgebiets.

Von-Wedelstaedt-Park – Gelsenkirchen Ückendorf

Der Von-Wedelstaedt-Park – oft auch Südpark genannt – ist die größte Grünanlage in Gelsenkirchen-Ückendorf mit einer Fläche von rund neun Hektar. Benannt ist er nach Carl von Wedelstaedt, dem letzten Amtmann des damals noch selbstständigen Dorfes Ückendorf, der 1898 das Land mit Mitteln aus einem Volksgartenfond erwarb. In den Jahren 1899/1900 gestalteten Stadtgärtner Adolf Jensen und Gartenarchitekt Reinhold Hoemann aus Düsseldorf den Park nach Wettbewerbsentwürfen.

Heute verfügt der Waldpark über einen künstlichen Teich mit Fontäne, ein geschwungenes Wegenetz, Rasenflächen und einen Kinderspielplatz. Am südöstlichen Haupteingang befindet sich der sagenumwobene „Lindenstein“ – ein Granitfindling, an dem einst Recht gesprochen wurde. Südwestlich grenzt der Skulpturenwald der Halde Rheinelbe an. Ein echter Geheimtipp im Ruhrgebiet!

Wanderweg Kray-Wanner-Bahn – Gelsenkirchen Ückendorf

Der Rad- und Wanderweg Kray-Wanner-Bahn führt mitten durch Gelsenkirchen-Ückendorf und ist eine der schönsten Freizeitrouten des Reviers. Die ehemalige Güterzugstrecke wurde 1874 von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet, um Zechen wie Rheinelbe, Alma und Pluto an das Schienennetz anzuschließen. Nach der Schließung der Kokerei Zollverein 1993 wurde die Trasse zu einem Bahntrassenradweg umgebaut und 2012 durchgehend asphaltiert.

Der ca. 4,2 Kilometer lange Weg (PLZ 45886 / 45888) verbindet als Teil des Emscher Park Radwegs die Erzbahntrasse mit dem Zollvereinweg – gänzlich abseits des Autoverkehrs. In Ückendorf führt er direkt an der Halde Rheinelbe und dem Skulpturenwald vorbei. Von der Trasse aus sind Halde, Wissenschaftspark und Von-Wedelstaedt-Park bequem zu Fuß erreichbar.

Die Strecke ist flach, gut befestigt und das ganze Jahr begehbar – ideal zum Spazieren, Joggen und Radfahren.

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