Erzbahntrasse – Gelsenkirchen Ückendorf

Die Erzbahntrasse ist einer der bekanntesten und beliebtesten Bahntrassenradwege im Ruhrgebiet. Sie verbindet auf rund neun Kilometern den Westpark Bochum (Jahrhunderthalle) mit dem Hafen Grimberg am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen – nahezu kreuzungsfrei und ohne nennenswerte Steigung. Die ursprüngliche Erzbahn diente ab 1901 der Eisenerzversorgung der Hochöfen des Bochumer Vereins. 1918/19 erhielt durch den Bau der Pfeilerbrücke auch die Zeche Alma in Ückendorf einen Bahnanschluss. Nach dem Ende des Hochofenbetriebs in den 1960er Jahren wurde die Trasse von 2002 bis 2008 schrittweise zum Radweg umgebaut und 2012 vollständig asphaltiert. Am Knotenpunkt mit der Kray-Wanner-Bahn befindet sich die kultige Erzbahnbude – ein beliebter Rastpunkt für Radfahrende. Spektakuläre Brückenbauwerke begleiten die Tour: die 130 m lange Erzbahnschwinge in Bochum und die preisgekrönte Grimberger Sichel (European Steel Bridges Award 2010) am Rhein-Herne-Kanal als krönender Abschluss. Teil der Route der Industriekultur und des Radrevier.Ruhr.
heidelbÜrger – Wohnkumpane Ückendorf | Gelsenkirchen

Die heidelbÜrger sind ein genossenschaftliches Wohnprojekt im Kreativ.Quartier Ückendorf, in der Heidelberger Straße, 45886 Gelsenkirchen. Seit 2018 wurden zwei kirchliche Immobilien erworben und schrittweise umgebaut, um gemeinschaftliches „Wohnen, Arbeiten und Leben“ zu verwirklichen. Der frühere Gemeindesaal ist seit 2020 mit drei Wohnungen und zwei Ateliers bewohnt; das ehemalige Kindergartengebäude wurde Ende 2023 mit fünf Wohnungen bezogen. Seit Februar 2025 läuft ein dritter Bauabschnitt: Fünf barrierefreie Wohnungen entstehen im angrenzenden Haus – Einzug ist für Frühjahr 2026 geplant. Die heidelbÜrger verstehen sich als verantwortliche Quartiersbewohner*innen: Sie wollen Nachbarschaft aktiv gestalten, Benachteiligten helfen und Begegnung ermöglichen. Das Projekt ist ein leuchtendes Beispiel für alternatives, solidarisches Wohnen im Ruhrgebiet – mitten im pulsierenden Kreativquartier Ückendorf. Website: www.wohnkumpane.de
Nachbarschaftsgarten Bochumer Straße – Gelsenkirchen Ückendorf

Der Nachbarschaftsgarten an der Bochumer Straße 143 in Gelsenkirchen-Ückendorf entstand im Jahr 2015 auf einem unbebauten Grundstück, das der Wohnungsgesellschaft Vonovia gehört und dem Projekt unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde. Ins Leben gerufen wurde er durch ein Upcycling-Kunstprojekt der Rietveld Kunstakademie Amsterdam im Jahr 2014, das von engagierten Nachbarschaftsstifter*innen des Mehrgenerationenhauses Bochumer Straße weitergeführt wurde. Der Garten ist durch Holzskulpturen, Hochbeete aus Sperrmüll-Materialien und von Künstlern und Kindern gestaltete Objekte geprägt. Er dient als sozialer Raum für generationenübergreifende und interkulturelle Begegnung. Getragen wird er vom Generationennetz Gelsenkirchen e.V. und ehrenamtlichen Nachbarschaftsstifter*innen. Seit 2018 leiten Weenee Tan Schlesinger und Claudia Dahlmann-Gremme das Projekt. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Adresse: Bochumer Straße 143, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf
Die Quartiersoase

(Bochumer Straße 143, 45886 Gelsenkirchen) ist ein grüner Gemeinschaftsgarten mitten im Wohngebiet der Bochumer Straße. Die SEG (Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen) und die Stadt Gelsenkirchen verwandelten im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Integration im Quartier NRW 2018″ einen ehemals versiegelten Hinterhof in eine blühende Oase für alle Nachbarinnen und Nachbarn. Im Mai 2022 wurde die Quartiersoase feierlich eröffnet. Gemeinsam mit Kindergruppen wurden Beete angelegt, Stein-Arrangements gestaltet und bunte Farben an die Wände gebracht. Genauso soll es weitergehen: Für und mit den Anwohner*innen. Von der Mobilen Kita MoKi bis zum Jugendtreff Ücky nutzen bereits viele Einrichtungen die Oase für Projekte in der Natur. Die Quartiersoase ist für alle Kulturen, Sprachen und Hintergründe offen – und lädt zum Entspannen, Gärtnern und gemeinsamen Lernen ein. Alle Infos zu Events und Projekten gibt es auf dem SEG-Blog. Website: seg-gelsenkirchen.de
UmBauLabor – Bergmannstraße 23 | Gelsenkirchen Ückendorf

Das UmBauLabor befindet sich in der Bergmannstraße 23, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf – in einem Wohn- und Geschäftshaus von 1902, das einst als Fleischerei der Familie Nocke diente. Anfang 2023 erwarb die Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen (SEG) das sanierungsbedürftige Gebäude im Rahmen des NRW-Pilotprojekts „Problemimmobilien“. Am 14. März 2024 eröffnete Baukultur NRW das UmBauLabor offiziell. Das Projekt läuft bis Ende 2026 und erprobt im Maßstab 1:1, wie nachhaltiges und kreislaufgerechtes Bauen funktionieren kann. Ziel ist nicht die bloße Sanierung, sondern das Experimentieren: Welche Ressourcen stecken im Bestand? Wie lässt sich Umbauen neu denken und lernen? Im Dezember 2024 entstand im Hinterhof der Bochumer Straße 148/150 ergänzend eine Baustoffbörse: Wiederverwendbare Bauteile aus Abrissgebäuden werden erfasst und kostengünstig weitergegeben – für alle, die kreislaufgerecht bauen wollen. Website: baukultur.nrw/projekte/umbaulabor