Foto: Joacim Sarnowski
Knapp 1000 Entdecker auf den Spuren Ückendorfer Geschichte
Gelsenkirchen-Ückendorf, 28. Juni 2026 – lt. Volker Bruckmann

Ein lebendiges Quartier, strömende Besucher und eine unvergleichliche Atmosphäre: Bis weit nach Mitternacht herrschte am vergangenen Samstagabend reges Treiben rund um die Bochumer Straße. Im Rahmen der landesweiten „Extraschicht – Die Nacht der Industriekultur“ verwandelte sich das geschichtsträchtige Viertel in eine pulsierende Kulturmeile. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, die architektonischen Schätze, innovativen Kulturorte und das vielfältige künstlerische Programm des Stadtteils zu entdecken und das besondere Flair zu genießen.
Spannende Einblicke: Rund 700 Teilnehmer bei exklusiven Quartiersführungen
Zu den unumstrittenen Höhepunkten des Abends zählte das umfangreiche Angebot an geführten Touren. Insgesamt rund 35 Führungen wurden von engagierten lokalen Akteuren und Institutionen organisiert und durchgeführt. Die abwechslungsreichen Rundgänge leiteten die rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den markantesten Winkeln des Quartiers. Dabei vermittelten die Guides nicht nur spannende historische Fakten, sondern gaben auch tiefe Einblicke in die aktuelle dynamische Entwicklung und die städtebaulichen Besonderheiten des aufstrebenden Kreativviertels. Das dichte Führungsprogramm endete planmäßig um 22:00 Uhr, legte jedoch den Grundstein für die anhaltende Begeisterung der Besucher im weiteren Verlauf der Nacht.
Kinematografischer Hochgenuss in der Heilig-Kreuz-Kirche
Ein außergewöhnliches, fast meditatives Erlebnis bot sich den Gästen in der Heilig-Kreuz-Kirche. Das architektonische Juwel zog die Menschen mit einer spektakulären Licht- und Filminstallation in seinen Bann. Ein eigens konzipierter, künstlerisch gestalteter Film wurde direkt an die monumentale Decke des Kirchenschiffs projiziert. Um dieses visuelle Spektakel in maximaler Entspannung genießen zu können, waren im Innenraum großflächig Matten ausgelegt. Die Besucher nahmen das Angebot dankbar an, legten sich zurück und ließen die eindrucksvollen Bilder und die sakrale, mystische Atmosphäre auf sich wirken – ein Moment der Ruhe inmitten des bunten Extraschicht-Trubels.
Hotspots der Nacht: Feiern und Verweilen in der Kalten Halle
Neben den historischen Stätten entwickelten sich insbesondere die modernen, jungen Treffpunkte zu wahren Publikumsmagneten. Die neu eröffnete „Kalte Halle“ sowie der charmante Hinterhof der Kulturinstitution „Hier ist nicht da“ zogen vor allem in den späten Abendstunden die Massen an. Bekannte DJs sorgten mit fein abgestimmten Sounds und treibenden Beats bis tief in die Nacht für eine ausgelassene und stimmungsvolle Kulisse. Begünstigt durch die sommerlich warmen Temperaturen verweilten unzählige Gäste unter freiem Himmel, probierten die vielfältigen kulinarischen Angebote und nutzten den lockeren Rahmen für intensiven Austausch und neue Begegnungen.
Offene Türen und gelebte Nachbarschaft entlang der Bochumer Straße
Der Erfolg des Abends basierte maßgeblich auf dem großen Engagement der lokalen Gemeinschaft. Abseits des offiziellen Hauptprogramms öffneten zahlreiche freie Akteure, Künstler und Gewerbetreibende entlang der gesamten Bochumer Straße ihre Türen für das Publikum. Die Besucher flanierten durch geöffnete Ateliers und handwerkliche Werkstätten, lernten innovative gastronomische Konzepte kennen und kamen direkt mit den Machern vor Ort ins Gespräch. Diese Nahbarkeit und die gelungene Symbiose aus Kunst, Musik, Kulinarik und authentischer Gastfreundschaft zeigten eindrucksvoll das enorme Potenzial des Ückendorfer Quartiers als lebendigen und zukunftsfähigen Kulturstandort.
Fotos: © Volker Bruckmann und Joachim Sarnowski







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1 Kommentar
Wo waren denn die Besucherströme ? Ich hab nichts davon gesehen ,und Musik war auch nix bis nach 2 Uhr nachts 🤔.Lag wohl an der Hitze ,aber warum wird dann sowas geschrieben .Bitte bei den Tatsachen bleiben .Vor 14 Tagen bei Kommse Ücken war richtig was los 👍