Foto: ueckendiorf-aktuell.de Willi Müller Querbeet 2025

Querbeet Sommerlicht verzaubert Ückendorf

Gelsenkirchen-Ückendorf, 10.Augustv 2026 | ueckendorf-aktuell.de Willi Müller

Foto: © ueckendorf-aktuell.de Willi Müller Querbeet 2025

Ein kostenloser Kultur-Nachmittag im Grünen: Das Open-Air-Format „Querbeet Sommerlicht“ verwandelt die Oase in Gelsenkirchen-Ückendorf am 5. September 2026 wieder in einen lebendigen Treffpunkt für Kunst- und Kulturbegeisterte.

Unter der künstlerischen Leitung von Helmut Warnke verbindet das Event spartenübergreifend Musik, Literatur und bildende Kunst an einem Ort. Der Name ist dabei Programm: Das Publikum erwartet ein vielseitiges Programm quer durch unterschiedliche Genres – zugänglich, unkompliziert und mitten im Quartier.

Event-Details auf einen Blick

  • Datum: Samstag, 5. September 2026
  • Location: Gemeinschaftsgarten, Bochumer Straße 143, Gelsenkirchen-Ückendorf
  • Programm: Live-Musik, Lesungen, bildende Kunst & Raum für Begegnung
  • Eintritt: Frei („umsonst & draußen“)
  • Künstlerische Leitung: Helmut Warnke

Das Festival lädt dazu ein, lokale Kultur ohne Schwellenängste im Freien zu genießen und den Gemeinschaftsgarten als Ort der Begegnung neu zu entdecken.

Das Programm

13:00 Uhr
Städtische Musikschule

Ein kleines Querbeet durch die Musikschulklassen. Gerade die städt. Musikschule bildet die musikalische Vielfalt Gelsenkirchens ab.

ca. 14:30 Uhr
Melody Reich
„sommernachtsgeträumt!“ – frei nach Shakespeares „Sommernachtstraum“

Der Schauplatz: ein großer, sommerlicher Wald in der Nähe der alten Stadt Athen, der magische Geheimnisse birgt.
Die Figuren: vier verrückt verliebte junge Menschen, ein Elfenkönig und eine Elfenkönigin, die sich schwer verstritten haben und eine Truppe von Handwerkern, die sich für großartige Schauspieler halten.
Melody Reich führt ihr Publikum Schritt für Schritt in diesen Wald, atmosphärisch dicht, so dass die Zuhörenden den kühlenden Schatten der Bäume auf der Haut spüren und die duftige Erde riechen können. Dann erst lässt sie nach und nach alle Figuren mit Hilfe von Küchengeräten und besonderen Ästen lebendig werden. Poetisch-vergnügt entfaltet sie das Spiel um Eifersucht, Verwirrung und Verblendung. Sie zeigt mit ihrer Version des bekanntes Stückes eine Schattierung des Stoffes, die in anderen Inszenierungen nicht zu erleben ist. Auf gekonnte Weise verwebt sie Motive aus klassischen Elfenmärchen in die Geschehnisse im Wald und verknüpft freies Erzählen mit Figurenspiel.
Am Ende der knappen Stunde gehen alle mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause – und wer weiß, vielleicht träumt der eine oder die andere in dieser Nacht von einem großen, sommerlichen Wald.

ca. 15:45 Uhr
Kioomars Musayyebi mit Andreas Heuser

Weltmusik mit vielfältigen Saiten-Dialogen
Kioomars Musayyebi (Santur) und Andreas Heuser (Gitarre) – beide Mitglieder der Ruhrgebiets-Weltmusik-Bigband Transorient Orchestra – begegnen sich musikalisch auf halber Strecke zwischen Orient und Okzident, wobei ihre Instrumente in vielfältige Dialoge miteinander treten.
Sie spielen orientalische Traditionals in neuen Arrangements und Eigenkompositionen, in denen sich musikalische Einflüsse aus Ost und West miteinander verbinden.
Beide verfügen über eine profunde musikalische Ausbildung und langjährige Erfahrungen in unterschiedlichsten musikalischen Konstellationen, sind virtuose Instrumentalisten und individuelle Komponisten.
Fantasievoll nutzen sie die zahlreichen klanglichen und rhythmischen Möglichkeiten ihres Instrumentariums und lassen die Klänge der 72-saitigen persischen Santur, diverser Gitarren und der Violine zu vielfältigen Klangbildern verschmelzen: rhythmisch, dynamisch, lyrisch, meditativ.

ca. 17:00 Uhr
Aeham Ahmad (Piano) & Cornelius Hummel (Cello)
„Connecting Cultures“

Aeham hat in Syrien eine klassische Klavierausbildung genossen. Natürlich mit seinem arabischen kulturellen Hintergrund. Cornelius selbst, in einer Musikerfamilie aufgewachsen, ist mit der Klassik groß geworden. Er hat 21 Jahre lang im Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Cello gespielt und viele Jahre mit dem Quartett Avance zeitgenössische Musik gespielt. Daneben gewann das freie Cellospiel, das Improvisieren für ihn eine immer größere Bedeutung und wurde eine seiner Leidenschaften.
Dies alles war die Grundlage für ihr gemeinsames Musizieren. Schnell fanden sie eine gemeinsame Sprache in der Musik, in der die kulturellen Besonderheiten jedes Einzelnen ihren Platz haben, sich gegenseitig inspirieren und beim Musizieren etwas ganz Neues entsteht. Jeder stellt sich auf den Anderen ein: hinhören, hinfühlen und mit der Musik etwas gemeinsames Neues entstehen lassen. Das ist das tragende Element. Eine gemeinsame Sprache wird entwickelt und entsteht.
So versteht Cornelius auch Integration ganz allgemein: Im gemeinsamen Tun begegnet man sich, man kann Eigenheiten des Anderen kennenlernen und in der direkten Begegnung, im gemeinsamen Tun entsteht etwas, etwas Neues, etwas sehr Bereicherndes! Connecting Cultures.

ca. 18:15 Uhr
Nic Koray

Die deutsche Singer/Songwriterin mit Wurzeln in der Türkei und starker Affinität zu Irland & Großbritannien geht in ihren folkigen Songs auf eine mal ausgelassenene, mal melancholisch-nachdenkliche Indie-Folk-Pop-Reise.
Ob an der Akustikgitarre oder am Klavier, steht für Nic Koray immer der persönliche Kontakt im Mittelpunkt, wenn die sympathische Sängerin & Komponistin ihre lyrischen Lieder, denen oft eine kleine Geschichte zugrunde liegt, mit dem Publikum teilt. Dabei klingt auch ihr übriges Leben als Illustratorin & Schäferin gerne durch, denn viele Songs sind durch eine enge Verbundenheit mit der Natur inspiriert und geprägt.

ca 19:30 Uhr
Laetitia Stengel (Gesang)
& Jesse Christiaanse (Klavier)

Laetitia Stengel (Gesang) & Jesse Christiaanse (Klavier) bilden ein vielseitiges Duo im Jazz- und Popularbereich. Kennengelernt haben sie sich während ihres Studiums an der ArtEZ Musikhochschule in Zwolle (NL), wo beide Jazz & Pop Musik studieren. Laetitia Stengel hat in diesem Sommer ihren Bachelor abgeschlossen und bringt bereits umfangreiche Bühnenerfahrung mit. Sie war in verschiedenen Projekten aktiv, unter anderem auch in Zusammenarbeit mit der Neuen Philharmonie Westfalen. U.a. wirkte sie bei ‘ABBA forever’ mit.
Sie erwartet ein abwechslungsreiches Programm voller musikalischer Facetten – mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Thema Liebe.

Tanz

Junko (Künstlername Junko von Kiefernwäldchen) aus Köln, geboren in Asakusa, Tokio, lebt derzeit in Köln und ist Tänzerin und Performancekünstlerin.
In ihrer Arbeit verschmelzen Butoh-Tanz, traditioneller Japanischer Tanz und Elemente aus anderen Tanzrichtungen wie Tribal Fusion zu einer meditativen Improvisation.
Ihre Bewegungen entstehen aus inneren Landschaften und dem Dialog mit Raum, Natur und dem Mo ment.
So öffnet sie einen poetischen Erfahrungsraum zwischen Stille, Präsenz und Transformation.“
Jeweils zwischen den Konzerten wird Junko tanzen.

Holzskulpturen

Roger Löcherbachs ist Holzbildhauer und widmet sich der menschlichen Gestalt. Aus ganzen und auffällig gewachsenen Stämmen heimischer Holzarten skulptiert, ja schält er in einem langwierigen Beobachtungsprozess, der der natürlichen Wuchsform nachspürt, einzelne Menschengestalten, oftmals nackt oder spärlich mit Badeanzügen bekleidet.
Diese Skulpturen können vom gestischen Duktus des Arbeitsprozesses, also durch die Spuren der Kettensäge geprägt sein. Deren Haptik kann auch von teilweise stehengebliebener Rinde betont werden. Dann bestimmen nicht Details, sondern die Haltung und Silhouette deren Gesamtwirkung. Andere Arbeiten sind mit Schnitzeisen oder Schmirgelpapier geglättet.
Die so entstandenen Abbilder von verschiedenen Menschentypen scheinen in Haltung und angedeuteter Bewegung deren Wesensart wiederzuspiegeln. Doch wird man auch schnell ihrer Doppelbödigkeit gewahr. Spielen diese bunten und lebensfrohen Arbeiten nicht auf die menschliche Eitelkeit an? Kündet die kraftvolle Präsenz der Figuren nicht auch von der Vergeblichkeit des menschlichen Tuns, von Einsamkeit und Isolation?

Digital Art

Ahang Nakhaei
Die im Iran geborene Künstlerin Ahang Nakhaei lebt seit 2012 in Deutschland und hat ihre Arbeiten in vielen Ausstellungen gezeigt.
Erstmalig zeigt Ahang Nakhaei ihre Bildserie, die digital entstanden ist.

Das stille Gedächtnis der Wände

Wände sind nicht nur Grenzen; sie sind Gedächtnis. Stein und Putz bewahren über Jahre hinweg das, was am Blick der Menschen vorbeizieht: Spuren von Händen, Parolen, Bilder, Wut, Hoffnung und Stille. Menschen kommen und gehen, Generationen wechseln, doch die Wände bleiben und beobachten. Jugend, Alter, Liebe, Angst, Politik, Gewalt und Träume – alles zieht an diesen stillen Flächen vorbei und hinterlässt unsichtbare Spuren. Als wären die Wände Zeugen, deren Erinnerung länger dauert als die der Menschen. Wenn Wände eine Sprache hätten, würden sie Geschichte nicht aus Büchern erzählen, sondern aus Wunden, Kratzern und Schichten von Farbe.
Diese Werkserie ist ein Versuch, die stille Stimme der Wände zu hören.

Eine Förderung des Projekts erfolgt im
Rahmen des Quartiersfonds Bochumer Straße

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