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Stadt Gelsenkirchen schützt Igel und andere Wildtiere
Gelsenkirchen, 7. August 2026 | Ueckendorf-aktuell.de Willi Müller

Zum Schutz von Igeln und anderen kleinen Wildtieren gilt in Gelsenkirchen ab Freitag, 7. August, ein nächtliches Betriebsverbot für Mähroboter. Nach einer Allgemeinverfügung der Stadt dürfen die autonomen Geräte im gesamten Stadtgebiet zwischen einer halben Stunde vor Sonnenuntergang und einer halben Stunde nach Sonnenaufgang nicht mehr eingesetzt werden.
Der Rat der Stadt folgt damit der Anregung einer Bürgerin nach § 24 der Gemeindeordnung. Mähroboter stellen insbesondere für Igel eine erhebliche Gefahr dar, da sich die Tiere bei Bedrohung zusammenrollen, anstatt zu flüchten. Da die Sensorik vieler Geräte Igel bislang nicht zuverlässig erkennt, kommt es häufig zu schweren Schnittverletzungen oder tödlichen Unfällen. Da Igel vor allem in der Dämmerung und nachts auf Nahrungssuche sind, ist das Risiko in diesen Stunden besonders hoch.
Das Verbot gilt für private wie gewerbliche Grundstücke im gesamten Stadtgebiet. Mit der neuen Regelung leistet die Stadt Gelsenkirchen einen wichtigen Beitrag zum Schutz des stark gefährdeten Europäischen Igels sowie anderer wildlebender Kleintiere. Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen über die Untere Naturschutzbehörde möglich, sofern eine Gefährdung von Tieren nachweislich ausgeschlossen werden kann.
Zusätzlich bittet das Referat Umwelt darum, auch beim Einsatz von Rasentrimmern und Freischneidern umsichtig vorzugehen und Rasenflächen vor dem Mähen sorgfältig zu kontrollieren.
Weitere Informationen, die genauen Zeiten von Sonnenauf- und -untergang sowie praktische Tipps für einen igelfreundlichen Garten finden Bürgerinnen und Bürger unter www.gelsenkirchen.de/artenschutz.

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