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Mobiler High-Tech-Überwachungsturm gegen illegale Müllkippen im Einsatz
Gelsenkirchen, 15. Juli 2026 | lt Stadt Gelsenkirchen

Nach dem erfolgreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Radar zur Sicherung von Schulhöfen und Spielplätzen baut die Stadt Gelsenkirchen ihre Vorreiterrolle im Bereich der smarten Sicherheit und Ordnung weiter aus. Ab heute geht ein neuer, mobiler und multifunktionaler Überwachungsturm an den Start.
Ausgestattet mit modernster Video-, Radar- und Infrarottechnik soll das System künftig gezielt gegen illegale Müllablagerungen an Depotcontainer-Standorten vorgehen. Perspektivisch ist auch ein Einsatz in Grünanlagen geplant, um illegales Grillen einzudämmen.
Der erste Standort des rund eine halbe Tonne schweren und sechs Meter hohen Turms befindet sich am Junkerweg 32 in der Gelsenkirchener Neustadt. Dort wurde die Anlage heute von Oberbürgermeisterin Andrea Henze offiziell in Betrieb genommen.
Datenschutz und Gefahrenabwehr im Fokus
Der neue Turm wird im Rotationsprinzip wechselnd an besonders betroffenen Containerstandorten am Junkerweg, an der Walpurgisstraße und an der Achternbergstraße aufgestellt. An diesen Orten führt wilder Müll immer wieder zu massiven Problemen und Gefährdungen – an der Achternbergstraße ziehen organische Abfälle beispielsweise vermehrt Schadnager an.
Oberbürgermeisterin Andrea Henze betont den präventiven Charakter der Maßnahme:

„Wir haben mit dem Einsatz der mobilen Überwachung am Junkerweg begonnen, da wir hier besonders häufig massive Müllablagerungen verzeichnen. Das neue System soll dafür sorgen, dass Gefahren, die durch die Vermüllung entstehen, künftig vermieden werden. Da die Personen auf den Überwachungsvideos zunächst verpixelt sind, muss niemand Sorge haben, dass er unrechtmäßig aufgenommen wird. Erst wenn die Aufnahmen zum Nachweis eines Vergehens benötigt werden, kann die Verpixelung aufgehoben werden. Wir hoffen natürlich, dass der Turm abschreckt und wir gar nicht erst zu diesem Vorgehen greifen müssen.“
Um den strengen rechtlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, ist das System eng mit den Vorgaben des Landesdatenschutzgesetzes NRW abgestimmt. Stephan Kühn, Abteilungsleiter im Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung, erklärt:
„Die Videoüberwachung wird zur Gefahrenabwehr eingesetzt, um den engen Regelungen des Datenschutzgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen gerecht zu werden. Mit der Radarüberwachung sind wir bereits bestens vertraut. Vor allem die Videoüberwachung ist jedoch an sehr enge rechtliche Vorgaben gebunden.“
Schnelle Wege und effiziente Prozesse
Die Funktionsweise ist digital und hocheffizient: Die erfassten Daten des Radarsensors und der Infrarotkamera werden in Echtzeit über das Mobilfunknetz an die kommunale Leitstelle für Sicherheit und Ordnung übertragen.
Mark Haverkamp, stellvertretender Leiter des Referats Öffentliche Sicherheit und Ordnung, erläutert das Zusammenspiel der Kräfte:
„Bei Auffälligkeiten wird dann der Kommunale Ordnungsdienst tätig, wie dies zum Beispiel auch bei den überwachten Schulhöfen und Spielplätzen Praxis ist.“
Sollte es dennoch zu illegalen Müllablagerungen kommen, sorgt der Entsorgungsbetrieb GELSENDIENSTE für eine schnelle Beseitigung.
Erprobungsphase von einem Jahr
Der Einsatz des mobilen Überwachungsturms ist zunächst als Pilotprojekt angelegt. Nach genau einem Jahr wird die Stadt Gelsenkirchen Bilanz ziehen und bewerten, ob und wie sich das System im Kampf gegen die Vermüllung des öffentlichen Raums bewährt hat.

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