Foto. Volker Bruckmann
Großer Andrang und Begeisterung in der Nicolai-Kirche“
Gelsenkirchen-Ückendorf, 16.Juli 2026 | Lt. Volker Bruckmann

Ein herausragendes musikalisches Erlebnis erwartete die Besucher des 181. Emporenkonzerts in der Nicolai-Kirche in Gelsenkirchen-Ückendorf. Im Rahmen der renommierten Konzertreihe „Musik in der Nicolai-Kirche“ präsentierte der Pianist Thomas Schäfer am Mittwochabend ein anspruchsvolles Programm mit Meisterwerken von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert.
Das hochkarätige Konzert zog Musikliebhaber aller Generationen an und füllte den Kirchenraum bis auf den letzten Platz.
Den glanzvollen Auftakt des Abends bildete Mozarts Sonate C-Dur KV 330. Schäfer interpretierte die drei Sätze – Allegro moderato, Andante cantabile und Allegretto – mit spürbarer stilistischer Eleganz, einem klaren Anschlag und feinsinniger Phrasierung. Im Anschluss widmete sich der Solist Schuberts monumentaler Sonate B-Dur D 960, die als einer der Meilensteine der Klavierliteratur gilt. Mit beeindruckender musikalischer Reife meisterte Schäfer den weiten Bogen des ersten Satzes, das tiefgründige Andante sostenuto sowie das lebendige Scherzo und das finale Allegro non troppo.
Ein besonderer Star des Abends war auch die außergewöhnliche Akustik der Nicolai-Kirche. Sie verlieh selbst den feinsten dynamischen Abstufungen und leisen Klangfarben des Klaviers eine bemerkenswerte Präsenz im Raum. Dies trug maßgeblich zu einer konzentrierten, fast magischen Atmosphäre bei, die das Publikum jeden Alters sichtlich in ihren Bann zog.
Am Ende des Abends dankten die Zuhörer dem Pianisten für seine leidenschaftliche Darbietung mit lang anhaltendem Beifall und stehenden Ovationen. Die begeisterte Resonanz unterstrich eindrucksvoll den Erfolg des Abends und bestätigte einmal mehr den hohen Stellenwert der Konzertreihe im regionalen Kulturleben. Im Anschluss an den musikalischen Teil waren alle Besucher zu einem Empfang im Vorraum der Kirche eingeladen. Bei anregenden Gesprächen bot sich hier die Gelegenheit, das Erlebte Revue passieren zu lassen und sich persönlich auszutauschen.

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