Foto: © Volker Bruckmann

Englische Renaissanceklänge begeistern in der Nicolai-Kirche

Gelsenkirchen-Ückendorf, 16. Februar 2026 | Volker Bruckmann

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Mit einem besonderen musikalischen Abend erlebte die Nicolai-Kirche am Sonntag, den 15. Februar 2026, ein Emporenkonzert, das die Erwartungen deutlich übertraf. Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer füllten den Kirchenraum – weit mehr Publikum als bei vielen Veranstaltungen dieser Konzertreihe üblich – und sorgten für eine eindrucksvolle Atmosphäre.

Die Reihe „Musik in der Nicolai-Kirche“ ist traditionell vor allem durch Orgelkonzerte geprägt. Umso bemerkenswerter war dieses Programm, das ganz der englischen Musik der Renaissance gewidmet war. Statt der sonst dominierenden Orgel erklangen an diesem Abend die warmen, feinen Töne historischer Zupfinstrumente.

Gestaltet wurde das Konzert von Christoph Goetz und Ingo Negwer, die beide die Renaissance-Laute spielten. Mit großer musikalischer Sensibilität und stilistischer Sicherheit entfalteten die beiden Interpreten die Klangwelt des elisabethanischen Englands und ließen die Zuhörer in eine vergangene Epoche eintauchen.

Auf dem Programm standen ausschließlich englische Werke, unter anderem von Thomas Robinson, John Dowland und John Johnson. Stücke wie „Lachrimae“, „My Lord Willoughby’s Welcome Home“ oder „The Flat Pavion“ beeindruckten durch ihre Mischung aus melancholischer Tiefe, tänzerischer Leichtigkeit und kunstvoller Variation.

Das Zusammenspiel der beiden Lauten verlieh den Kompositionen eine besondere Intimität, die den Kirchenraum auf sanfte, aber eindringliche Weise erfüllte. Das Publikum lauschte aufmerksam und dankte den Musikern am Ende mit langanhaltendem Applaus.

Mit diesem Konzert wurde nicht nur ein musikalischer Höhepunkt gesetzt, sondern auch gezeigt, wie abwechslungsreich die Konzertreihe sein kann, wenn neben der Orgel auch andere historische Klangfarben ihren Platz finden.

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