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Präventionsrat Ückendorf diskutiert Kinder- und Jugendkriminalität sowie weitere Stadtteilthemen

Gelsenkirchen-Ückendorf, 20. März 2026 | ueckendorf-aktuell.de Willi Müller

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Rund 70 Bürgerinnen und Bürger nahmen an einer gut besuchten Veranstaltung des Präventionsrates teil, bei der die aktuelle Situation der Kinder- und Jugendkriminalität im Stadtteil Ückendorf im Mittelpunkt stand. Hintergrund waren mehrere Vorfälle in jüngster Zeit, die bei vielen Anwohnerinnen und Anwohnern für Verunsicherung gesorgt hatten.

Im Verlauf der fast zweistündigen Veranstaltung entwickelte sich eine intensive und stellenweise emotionale Diskussion. Die Teilnehmenden richteten zahlreiche Fragen an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Polizei sowie des Kommunalen Ordnungsdienstes. Dabei wurden auch kritische und teils sehr deutliche Meinungen geäußert.

Frau Kriminalhauptkommissarin Stüer stellte die aktuelle statistische Lage dar und betonte, dass die Zahl der von Kindern begangenen Straftaten rückläufig sei. In den vergangenen sechs Monaten seien lediglich sechs Fälle angezeigt und verfolgt worden. Gleichzeitig verwies sie auf eine mögliche Dunkelziffer. Zudem wurde erläutert, dass Kinder unter 14 Jahren in Deutschland nicht strafmündig sind. In entsprechenden Fällen wird das Jugendamt eingeschaltet, das erzieherische Maßnahmen wie Gespräche, Trainingsprogramme oder in Einzelfällen auch weitergehende Unterbringungen veranlasst.

Neben Zeitmangel trug auch die fehlende Einsicht einiger Teilnehmender dazu bei, die nicht akzeptieren wollten, dass der Präventionsrat keine direkten Maßnahmen beschließen kann, sondern vor allem dem Austausch und der Information dient, dieses Thema nach über 1 Stunde Diskussion zu beenden.

Neben dem Hauptthema wurden weitere Anliegen aus dem Stadtteil angesprochen. So sorgte insbesondere die Parksituation an Wochenenden im Bereich „Am Dördelmannshof“, vor allem rund um das Geschäft Kauver, für Diskussionen. Aufgrund der angespannten Lage ist die Verkehrsüberwachung dort regelmäßig im Einsatz und ergreift entsprechende Maßnahmen.

Aus Zeitgründen konnten nicht alle Themen vertieft werden. Die Situation der Häuser an der Bochumer Straße 164 und 166 blieb ebenso unbesprochen.

Das ehemalige Schwesternwohnheim an der Knappschaftstraße wurde nur kurz thematisiert. Hierzu lagen dem Gremium keine aktuellen Informationen vor; es wurde jedoch erwähnt, dass offenbar bereits Sanierungsarbeiten begonnen haben.

Die Veranstaltung wurde gegen 20:15 Uhr beendet. Neben dem fortgeschrittenen Zeitrahmen trug auch die fehlende Einsicht einzelner Teilnehmender insbesondere beim Thema Kinder– und Jugendkriminalität, dazu bei, dass die Diskussion nicht weitergeführt werden konnte.

Der Präventionsrat betonte abschließend, weiterhin den Dialog mit der Bürgerschaft suchen zu wollen.

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