Foto: ueckendorf-aktuell.de Willi Müller


„Wir sind für Sie da“ – Protestaktion in mehreren Bundesländern

Gelsenkirchen-Ückemndorf, 3. Juni 2026 | KERN Katholische Einrichtungen Ruhrgebiet Nord GmbH

Foto: ueckendorf-aktuell.de Willi Müller

KERN-Krankenhäuser beteiligen sich am bundesländerübergreifenden Protest
Am 12. Juni bleiben die Haupteingänge für zwei Stunden symbolisch geschlossen
„Wir sind für Sie da. Solange wir noch können“. Unter diesem Motto beteiligen sich auch die neun Krankenhäuser der KERN Katholische Einrichtungen Ruhrgebiet Nord GmbH am großflächigen
Protesttag gegen die Kürzungspläne der Bundesregierung.

Am Freitag, 12. Juni 2026, werden alle
Haupteingänge zu den KERN-Krankenhäusern von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr symbolisch geschlossen.
Dort informieren in der Aktionszeit Mitarbeitende der Häuser Patienten, Besucher und die interessierte
Öffentlichkeit über die Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform des Bundes.
Wichtig dabei für alle Patientinnen und Besucher: Alle Krankenhäuser werden im Aktionszeitraum
selbstverständlich weiterhin zugänglich sein. Der Zugang wird über Nebeneingänge erfolgen. Und in
besonderen Fällen wird es natürlich auch einen Zugang durch den Haupteingang geben. Auch darum
werden sich die Mitarbeitenden vor Ort kümmern. Die Aktion soll bildlich vor Augen führen, dass
Patientinnen und Patienten in Zukunft längere Wege in Kauf nehmen müssen, sollten alle
Reformvorhaben der Bundesregierung in die Tat umgesetzt werden.
Für die Häuser des KERN-Leistungsverbundes ist es selbstverständlich, sich an der großflächigen
Protestaktion zu beteiligen. Denn mit der für 2027 geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung
steht die Versorgungssicherheit in der Fläche auf dem Spiel. „Freigemeinnützige Krankenhäuser wie die
des KERN-Verbundes sind in besonderem Maße von den Sparvorhaben betroffen, da ihre Defizite nicht,
wie bei vielen kommunalen Krankenhäusern und Universitätskliniken üblich, aus Steuermitteln
ausgeglichen werden“, erläutert KERN-Geschäftsführerin Susanne Minten. „Die Bundesregierung hat
scheinbar nicht ansatzweise erkannt, welche massiven Erlösverluste dieser Gesetzentwurf tatsächlich
mit sich bringt. Bereits im kommenden Jahr drohen den Krankenhäusern Einnahmeverluste von rund
3,9 Milliarden Euro, die bis 2030 auf 7,3 Milliarden Euro anwachsen werden. Dies zeigt eine aktuelle
Analyse des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Diese Entwicklung darf nicht eintreten!“.
Folgende Häuser der KERN GmbH beteiligen sich am Krankenhaus-Protest:

  • Marienhospital Gelsenkirchen
  • Elisabeth-Krankenhaus Gelsenkirchen
  • Sankt Marien-Hospital Buer
  • Gertrudis-Hospital Westerholt
  • St. Barbara-Hospital Gladbeck
  • Marien-Hospital Marl
  • St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten
  • St. Antonius-Krankenhaus Kirchhellen
  • St. Sixtus-Hospital Haltern am See
    Die Protestaktion am 12. Juni findet von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr zeitgleich in mehreren Bundesländern
    statt, neben Nordrhein-Westfalen beispielsweise auch in Baden-Württemberg und Bayern.

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