Foto: Stadt Gelsenkichen, Franz Weiß

Gelsenkirchen zeigt weiter Flagge für den Frieden und gegen Atomwaffen

Juli 2022, 14:42 Uhr | Stadt Gelsenkirchen

Flagge Mayours for peace


Ab dem kommenden Freitag, 8. Juli, zeigen die Mayors for Peace wieder weltweit Flagge. Allein in Deutschland beteiligen sich mehr als 500 Städte an der Aktion, die sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen einsetzt. In Gelsenkirchen weht die Flagge bereits seit Februar vor dem Hans-Sachs-Haus und verkündet die Solidarität der Stadt mit der angegriffenen Ukraine.

Ausdrücklich schließt sich Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge daher einem Aufruf des Bürgermeisters der Stadt Hiroshima und Präsidenten der Mayors for Peace, Kazumi Matsui, an: „Als Bürgermeister der ersten Stadt, die von einer Atombombe getroffen wurde, weiß er um deren verheerende Wirkung, um die beispiellose humanitäre Katastrophe. Seinem Aufruf, sich für den Frieden einzusetzen und das Töten und Sterben in der Ukraine zu beenden, unterstützen wir in Gelsenkirchen.“ Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin erinnert an die atomaren Drohgebärden Russlands und an die Ankündigung Belarus atomwaffenfähige Raketen zu liefern. „Die atomare Bedrohung ist leider so präsent wie lange nicht mehr“, so Oberbürgermeisterin Karin Welge.

Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

Wer sind die Mayors for Peace:

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.170 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 830 Städte in Deutschland. Rund 500 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.

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