Foto: © Volker Bruckmann Ückendorf aktiv e.V.
Verfallenes Gebäude soll zu 16 Wohnungen werden
Gelsenkirchen-Ückendorf, 19. Mai 2026 | ueckendorf-aktuell.de Willi Müller

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Ein markantes Gebäude im Gelsenkirchener Stadtteil Ückendorf steht vor einer umfassenden Neugestaltung: Das frühere Schwesternwohnheim des ehemaligen Knappschaftskrankenhauses an der Knappschaftsstraße 14/14a soll saniert und zu insgesamt 16 Wohneinheiten umgebaut werden. Die Baugenehmigung erteilte die städtische Bauaufsichtsbehörde bereits am 3. März 2025.
Der aktuelle Zustand des mehrstöckigen Gebäudes verdeutlicht den erheblichen Sanierungsaufwand: Zahlreiche Fenster fehlen, Fassadenteile sind stark beschädigt, und das Innere scheint vollständig entkernt. Vegetation wächst bereits in Teile des Baukörpers hinein – ein untrügliches Zeichen für den jahrelangen Leerstand. Wie ein Relikt vergangener Zeiten wirkt das Haus heute, mit dunklen Fensteröffnungen und überwucherten Bereichen. Genau solche Objekte stehen jedoch exemplarisch für den Wandel ehemaliger Problemimmobilien im Ruhrgebiet: vom Verfall hin zu neuem Wohnraum.
Verantwortlich für die Planung ist ein Kölner Architekturbüro, während die Bauherrenschaft ihren Sitz in Düsseldorf hat. Durch die geplante Umnutzung soll ein bislang brachliegendes Gebäude wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden – ein Vorhaben, das zur stadtentwicklungspolitischen Strategie Gelsenkirchens passt. Die Stadt setzt seit Jahren darauf, leerstehende und sanierungsbedürftige Immobilien zu reaktivieren, Problemobjekte zu beseitigen und ganze Quartiere aufzuwerten. Im Rahmen von Stadterneuerungsprogrammen werden Modernisierungen und Umnutzungen gefördert; zudem können Eigentümer städtische Beratungsangebote sowie Fördermittel und steuerliche Erleichterungen in Anspruch nehmen.
Gerade in Städten wie Gelsenkirchen, wo zahlreiche ältere Gebäude seit Jahren leer stehen, gelten Sanierungsprojekte dieser Art als wichtiger Beitrag gegen Wohnungsnot und den Verfall ganzer Straßenzüge. Gleichwohl löst eine solche Baumaßnahme bei Anwohnern auch gemischte Gefühle aus: Während manche auf eine spürbare Aufwertung des Viertels hoffen, befürchten andere lange Bauzeiten oder steigende Mieten nach Fertigstellung.
Ob und wann die Arbeiten vollständig abgeschlossen sein werden, bleibt angesichts des derzeitigen Zustands des Gebäudes noch offen. Das Potenzial des Projekts, einen positiven städtebaulichen Impuls für Ückendorf zu setzen, ist jedoch unverkennbar.

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1 Kommentar
Oh wie schön! Da würde ich glatt einziehen!:)