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Neue Raumerfahrungen mit kinetischer VR-Kunst

Gelsenkirchen-Ückendorf, 27. November 2025 | lt. mxr storytelling gmbh

Bildrechte: mxr storytelling gmbh

Mit der Virtual-Reality-Installation „Virtual Kinetic Landscape“ betritt Gelsenkirchen Neuland in der Verbindung von Kunst, Technologie und Raumwahrnehmung. Das digitale Pionierprojekt lädt ab dem 4. Dezember 2025 Besucherinnen und Besucher ein, in eine Welt einzutauchen, in der Licht, Bewegung und Klang zu einer sinnlich erfahrbaren, virtuellen Architektur verschmelzen.

Im Pop-Up-Ausstellungsraum an der Bochumer Straße 109 können Gäste eine rund zehnminütige, immersive VR-Erfahrung erleben, die physikalische Grenzen sprengt. Durch den Einsatz sogenannter nichteuklidischer Räume und der Technik des Redirected Walking entsteht eine Umgebung, die sich permanent verändert und mit herkömmlichen Mitteln nicht realisierbar wäre. Die Installation lässt sich über eine VR-Brille frei begehen – wie ein begehbarer Walking-Simulator, der Realität und Imagination verschmelzen lässt.

Inspiration fand das Projekt in der bedeutenden Sammlung kinetischer Kunst des Kunstmuseums Gelsenkirchen, das als eines der wichtigsten Häuser dieser Kunstrichtung in Deutschland gilt. Die Installation verbindet dieses künstlerische Erbe mit modernster immersiver Technologie und eröffnet so „neue Raumerfahrungen“ – eine Hommage an die Bewegung, Dynamik und das Spiel mit Wahrnehmung, das die kinetische Kunst seit jeher auszeichnet.

Den Soundtrack zur virtuellen Landschaft hat der Ruhrgebiets-DJ und Produzent Emrah Arslan (Eame) komponiert. Seine elektronische Klangwelt ist räumlich in die VR-Umgebung eingebettet und verstärkt den Eindruck einer fließenden, sich wandelnden Realität.

„Virtual Kinetic Landscape“ richtet sich bewusst auch an Menschen, die sonst selten Museen besuchen. Damit greift das Projekt das Motto der frühen Kinetiker auf: „Kunst für alle“. Realisiert wurde die Installation in Kooperation zwischen dem Kunstmuseum Gelsenkirchen und dem Digital-Studio mxr storytelling, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Neue Künste Ruhr und das NRW Kultursekretariat.

Nach der feierlichen Eröffnung am 4. Dezember um 18 Uhr ist die Installation vom 5. bis 21. Dezember 2025 jeweils mittwochs bis sonntags von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei; Zeitfenster können vorab unter www.virtual-kinetic.de reserviert werden. Am 13. Dezember bleibt die Ausstellung im Rahmen des Events „KOMMSE ÜCKEN?!“ sogar bis 22 Uhr geöffnet.

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1 Kommentar

  1. Sehe mehr Kunst statt Menschlichkeit, es gibt keinen einzigen Informatiker der mal Hinweise an die Polizei Hinweise geben kann, in der Smarten city mit W-HS Hochschule für Informatik und Internetsicherheit. Caritas Ada möchte auch liebe Menschen als Kunst austellen anstatt bei digitale Hetze zu helfen. Denkt mal jemand weiter hier das ist auch Geschäftsschädigend wenn man auf eine sehbehinderte wie werbung auf Whatsapp hetzt.
    Manifesta das gleiche Kunst zum überamlen von sozialen Problem nicht korrigieren davon

    Öffentliche Stellungnahme an die Manifesta Foundation (Amsterdam)
    Digitale Gewalt, strukturelle Ausgrenzung und das Risiko kultureller Fassaden in Gelsenkirchen
    Betreff: Strukturelle Barrieren, digitale Gewalt und soziale Blindstellen in Gelsenkirchen im Kontext von Manifesta 16 Ruhr

    Sehr geehrte Manifesta Foundation,
    sehr geehrtes Team von Manifesta 16 Ruhr,

    ich schreibe Ihnen als langjährige Bewohnerin von Gelsenkirchen, die in den vergangenen sieben Jahren schwerwiegende strukturelle Barrieren in dieser Stadt erlebt und dokumentiert hat.
    Da Manifesta 16 Ruhr sich als Plattform für Teilhabe, Nachbarschaft und soziale Reflexion präsentiert, halte ich es für notwendig, den lokalen Kontext sichtbar zu machen, in dem diese Ausgabe stattfindet.

    Gelsenkirchen ist offiziell eine „Smart City“, beherbergt eine Hochschule für Informatik und IT‑Sicherheit und ist umgeben von zahlreichen Sozialverbänden, Antidiskriminierungsstellen, Frauenunterstützungsstrukturen und Opferschutzdiensten.
    Theoretisch müsste dies ein starkes Sicherheitsnetz für Menschen bieten, die von digitaler Gewalt, Diskriminierung oder sozialer Verwundbarkeit betroffen sind.

    In der Praxis ist das Gegenteil der Fall.

    1. Digitale Gewalt wird nicht verstanden – und nicht bearbeitet
    Seit sieben Jahren erlebe ich digitale Belästigung und feindliche Online‑Angriffe.
    Trotz Kontaktaufnahme mit allen relevanten Stellen – darunter:

    beide lokalen Antidiskriminierungsstellen
    die Istanbul‑Konventionsbeauftragte
    das AWO‑Frauenbüro
    Opferschutzstellen
    Sozialverbände
    kommunale Stellen
    erhielt ich keinerlei wirksame Unterstützung, Dokumentation oder Beratung.

    Das wiederkehrende Muster war:

    kein technisches Verständnis digitaler Gewalt
    keine Fähigkeit, digitale Risiken einzuschätzen
    keine institutionelle Koordination
    keine Verantwortungsübernahme
    keine Nachverfolgung
    Dies ist besonders alarmierend in einer Stadt, die sich selbst als digital fortschrittlich präsentiert.

    2. Smart‑City‑Infrastruktur führt nicht zu digitaler Sicherheit
    Trotz hoher Investitionen in Digitalisierung und Innovation erleben viele Bürgerinnen und Bürger:

    digitale Ausgrenzung
    fehlende barrierefreie Informationen
    keine niedrigschwelligen Unterstützungsangebote
    keine digitale Bildung für vulnerable Gruppen
    keine kompetente Reaktion auf digitale Bedrohungen
    Die Lücke zwischen dem technologischen Image der Stadt und der gelebten Realität ist enorm.

    3. Sozialverbände setzen auf symbolische Sichtbarkeit statt auf strukturelle Unterstützung
    In Gelsenkirchen finden regelmäßig statt:

    Ausstellungen „für Inklusion“
    künstlerische Projekte „für Bewusstsein“
    Kampagnen „für Sichtbarkeit“
    Performances „gegen Gewalt“
    Doch wenn Betroffene Hilfe suchen, stoßen sie häufig auf:

    geschlossene Türen
    Terminpflicht statt Zugänglichkeit
    fehlende Fachkompetenz
    Weiterverweisungen statt Verantwortungsübernahme
    keine Dokumentation von Vorfällen
    Sichtbarkeit wird zur Inszenierung, nicht zur Verpflichtung.

    4. Kulturelle Investitionen überdecken dringende soziale Bedürfnisse
    In einem jüngsten Bürgerforum wurde deutlich, dass nahezu die Hälfte bestimmter kommunaler Mittel in Kulturprojekte fließt.
    Gleichzeitig:

    erhalten Betroffene digitaler Gewalt keine Unterstützung
    stoßen Menschen mit Behinderung auf Barrieren
    fehlen Migrant*innen zugängliche Informationen
    bleiben Armut und Obdachlosigkeit ungelöst
    sinkt das Vertrauen in Institutionen
    Dieses Ungleichgewicht führt zu Frustration und gesellschaftlicher Entfremdung.

    5. Das öffentliche Vertrauen erodiert
    Die jüngsten Kommunalwahlen zeigten eine hohe Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
    Dies wird nicht durch Kunst verursacht, aber es zeigt ein tieferes Problem:

    Menschen fühlen sich ungesehen, ungehört und ungeschützt – während Ressourcen in kulturelle Programme fließen, an denen viele nicht teilhaben können.

    6. Das Risiko kultureller Fassaden
    Manifesta hat international den Ruf, soziale und politische Fragen kritisch zu beleuchten.
    Doch in Gelsenkirchen verhindert das Fehlen funktionierender Unterstützungsstrukturen, digitaler Sicherheitsmechanismen und zugänglicher Antidiskriminierungsangebote, dass kritische Kunst ihre Wirkung entfalten kann.

    Dadurch entsteht das Risiko, dass kulturelle Sichtbarkeit strukturelle Verantwortung ersetzt.
    In einer Stadt, in der digitale Gewalt nicht verstanden wird, in der Hilfesysteme nicht reagieren und vulnerable Gruppen ohne Schutz bleiben, kann künstlerische „Sichtbarkeit“ unbeabsichtigt zu einer Fassade werden, die ungelöste Probleme überdeckt.

    Dies ist keine Kritik an den Intentionen von Manifesta, sondern eine Beschreibung der lokalen Realität:
    Ohne starke soziale Infrastruktur wird kritische Kunst dekorativ, und große Kulturprogramme können die Probleme überstrahlen, die sie eigentlich sichtbar machen wollen.

    7. Digitale Gewalt ist ein strukturelles Problem – kein individuelles
    Digitale Gewalt betrifft Menschen in allen sozialen Schichten.
    Selbst Personen mit höchster öffentlicher Sichtbarkeit und Schutz in Europa waren bereits Ziel digitaler Angriffe.
    Dies zeigt: Digitale Gewalt ist ein strukturelles Problem, kein persönliches.
    Wenn selbst hochgeschützte Personen betroffen sein können, ist die Lage für gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger in Städten wie Gelsenkirchen umso prekärer.

    Warum ich Sie kontaktiere
    Mein Anliegen ist nicht, Manifesta als künstlerisches Projekt zu kritisieren.
    Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass Manifesta 16 Ruhr – ohne Bewusstsein für diese lokalen Bedingungen – unbeabsichtigt bestehende Ungleichheiten verstärken könnte.

    Ich bin bereit, detaillierte Dokumentationen der Barrieren, die ich in den letzten sieben Jahren erlebt habe, zur Verfügung zu stellen.

    Mit freundlichen Grüßen

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